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Romantik auf See

"Was ist majestätisch?
Ein Sonnenaufgang über dem Meere."

Heinrich von Kleist, Briefe (an Wilhelmine von Zenge, 29./30. November 1800)

Denn nichts vermag den Glanz
der Sonne und ihren Widerschein
im Meer zu überstrahlen.

Johann Wolfgang von Goethe, Italienische Reise

Copyright NUOLI12 e.V.
Im frühen Morgennebel die Sonne aufgehen sehen, den scharfen Bug das spiegelglatte Wasser durchschneiden lassen, den Schrei des Bussards hören, erstaunt die uns begleitenden Schweinswale erkennen oder achteraus gedankenversunken den Wasserwirbel der Propeller beobachten... Das sind nur ein paar Impressionen, die man auf dem Wasser erleben kann.

Copyright NUOLI12 e.V.Die Freiwache bringt einen Kaffee auf die Flybridge für den Wachoffizier und den Rudergänger, genießt selbst den herrlichen Ausblick auf die Küstenlinie. Auch die Möwen haben bemerkt, dass an Bord bald "Backen und Banken" ist, begleiten das Schiff in nicht selbstloser Absicht. Fische springen vor dem Bug übermütig aus dem Wasser, jeder erwartet gespannt den Blick, der nach der nächsten Flussbiegung wohl freigegeben sein wird. Das nahe Schilf wiegt sich im Spiel der Wellen, während der Rudergänger gebannt auf den Tiefenmesser achtet.

Wer heute beruflich zur See fährt, sieht von alldem wahrscheinlich nichts. Er hat ganz andere Dinge zu tun. Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Impressionen dieser Art nicht nur selbst zu erleben, sondern auch zu vermitteln. Das kann man zum Einen durch Berichte wie hier auf der website, aber natürlich viel besser noch unterwegs, an Bord im Kreise Gleichgesinnter.

Im Herzen eines Mannes brennt eine Flamme. Bei manchen ist sie vielleicht zu einer Glut verkümmert, aber daraus wird sehr schnell ein loderndes Feuer, wenn sie angefacht wird. Ist dies erst einmal geschehen, ist der Brand nicht mehr zu löschen.

Es ist die Flamme der Freiheit. Der Freiheit, wie man sie eben nicht mehr findet in dieser hektischen Welt voller Zwängen und Verpflichtungen.

Und doch kann man sie erreichen! Eine reine, herrliche Freiheit, die niemandem schadet, weil sie ihre Grenzen kennt, die, wenn auch zeitlich begrenzt, einen Menschen verändert, ihn zurückbringt zum Ursprünglichen. Die Ruhe und den Frieden auf See, die angenehme Hektik bei Manövern, das Freiwerden von all den erdrückenden Schranken des Alltags, all das kann man erleben an Bord eines Schiffes.

Buchauszug:

Copyright NUOLI12 e.V."Ich stand an Deck. Merkwürdig ist dieser erste Schritt an Deck eines Schiffes. Du trittst auf Eisenplanken. Und es ist, als gäbe es für Dich keine Erde mehr. Du bist in einer anderen Welt; mit dem Land hast Du nichts mehr zu schaffen. Wenn Du nur ein bißchen Liebe zur Seefahrt fühlst, dann hat das Schiff Dich mit Deinem ersten Schritt an Deck aufgenommen. Es nimmt von Dir Besitz und bietet Dir ein Zuhause. Du fühlst Dich geborgen. Und wenn Du noch einen Wunsch hast, dann ist es dieser: 'Du möchtest mit dem Schiff allein sein, weit fort von dem Getriebe an Land, an das es mit starken Trossen gefesselt ist.' ...

....Dieses Gemisch von Drang nach der See und Abschied vom Land zieht sich zu einer düsteren Erregung zusammen. Sie überfällt den Seemann wie eine Krankheit. Er macht sie durch, stets von neuem, wie sonst jeder Mensch einmal die Masern. Fühlst Du sie nicht, dann bleibe an Land."

Auszug aus: Jürgen Lenz " Die See kommt dwars" , Sachsenverlag Dresden 1954, an Bord geholt vom Hochseefischer Dirk-Henner Gutjahr

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Die Natur macht es uns vor. Majestätisch dreht der Adler seine Runden, Sinnbild für Kraft, Stärke und Freiheit.


Der Adler war fast ausgestorben, wie auch viele maritime Traditionen. Ihn zum Vorbild wollen wir es genießen, frei zu sein. Einschränkungen im Komfort nehmen wir hin, ein Adlerhorst ist auch keine Luxuswohnung.

Für eine kurze Weile, den Aufenthalt an Bord nämlich, kann jeder diese Freiheit genießen. Alle sind gleich, alle haben ihre Aufgaben. Egal, was man im "richtigen" Leben macht, an Bord ist alles anders. Zur Crew gehören die verschiedensten Berufsgruppen, wie kfm. Angestellte, Ingenieure, Unternehmer, Steuerberater, IT-Spezialisten, Handwerker, Kaufleute, Akademiker, Seeleute...

Willkommen an Bord!